Tutorial Blender 3D: Erstellen Sie ein druckbares 3D-Modell mit Blender 3D

Dieses Tutorial ist für diejenigen, die mit Blender 3D ein druckbares 3D-Modell erstellen möchten. Blender 3D ist eine kostenlose CAD-Software, um 3D-Modelle für den 3D-Druck zu erstellen und umzuwandeln.

Im Tutorial Blender 3D lernen Sie die wichtigen Schritte zum Modellieren, Korrigieren und Exportieren einer 3D-Datei für den 3D-Druck. Das Tutorial umfasst die folgenden Punkte:

Blender 3D ist auch für die 3D-Animation und das Rendering geeignet. Dieses Tutorial basiert auf der Version 2.7 - die neueste Version der Software kann von der Blender-Webseite heruntergeladen werden.

Um dieses Tutorial zu verstehen, müssen Sie kein Experte in Blender oder 3D-Modellierung sein. Jedoch ist es wichtig, die grundlegenden Funktionalitäten des Programmes zu verstehen, da wir bewährte Methoden behandeln, damit Sie Ihr Modell 3D drucken können. Die grundlegenden Funktionen von Blender werden in diesem Tutorial nicht behandelt.

Weitere Informationen zu den grundlegenden Funktionen finden Sie auf der Blender- Hilfeseite. Ebenso können Sie viele Tutorials auf Youtube, die Ihnen beim Einstieg in das kostenlose Programm helfen, finden.

Modellierung für den 3D-Druck

Blender 3D vorbereiten

Justieren von Maßstab und Maßeinheiten

Standardmäßig verwendet Blender ein vorgegebenes Messsystem, das nicht auf einer messbaren Einheit basiert. Da Sie jedoch ein Objekt entwerfen, das physisch hergestellt wird, ist es wichtig eine Maßeinheit zu definieren. Gehen Sie dafür auf „Properties“ und wählen Sie „Scene“ aus, das durch eine kleine Kugel, Zylinder und Licht dargestellt wird. Dort finden Sie Messoptionen unter "Units" - wählen Sie "Metric". Eine "Blender" -Einheit entspricht standardmäßig 1 Meter. Mit dem Parameter "Scale" können Sie diese Äquivalenz global anpassen. Sie finden die Größe in den Eigenschaften des Objekts (durch Berühren von 'N').

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Aktivieren von Addons

In diesem Tutorial werden bestimmte Addons verwendet, daher ist es wird wichtig, diese einzuschalten. Gehen Sie dazu in die Benutzereinstellungen (Strg + Alt + U) und in den Reiter "Addons". Verwenden Sie von nun an die Suchfunktion, um die benötigten Addons zu finden.

Addons zum Suchen und Aktivieren: "Looptools" und "3D PrintToolbox"

Um diese Addons standardmäßig zu aktivieren, klicken Sie auf "Save User Settings".

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Polygonale Modellierung für den 3D-Druck

Wesentliche Tipps zur Konzeption eines druckfähigen 3D-Modells

Bei der Modellierung für den 3D-Druck gibt es einige paar Regeln, denen Sie folgen müssen, um sicherzustellen, dass Ihre Datei druckbar sein. Diese Hinweise sind in diesem Abschnitt aufgelistet.

  • Machen Sie ein „Manifold“ Modell
  • Um das Konzept eines „Manifold“ Modells zu erläutern, verwenden wir das unten abgebildete Beispiel. Das 3D-Modell auf der linken Seite besteht nicht nur aus einem Volumen, sondern aus einer Reihe von Flächen, die entweder a) nicht geschlossen sind oder b) nicht die definierte Stärke haben. Dies führt zu einem Problem für viele 3D-Druckprogramme, da sie nicht in der Lage sind, Modelle zu ohne ein definiertes Volumen zu drucken. Damit Ihr Modell druckbar zu machen, ist es wichtig, die Löcher in Ihrem Modell zu schließen. Klicken Sie dafür auf „F“ und erstellen Sie ein Ngon (oder eine Oberfläche mit N-Flächen) und extrudieren Sie es mit „Alt + M“. Es ist ebenso möglich, "Strg + F" zu verwenden um mit "Grid Fill" die Löcher zu schließen. Oft entstehen Löcher dieser Art, wenn ein Modell für eine Animation oder ein Videospiel generiert wird. Dabei können eine Reihe von offenen Flächen retuschiert werden – jedoch kann die Physik für den 3D-Druck nicht umgangen werden.

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  • Vermeiden Sie überlagerte Oberflächen
  • Im folgenden Beispiel haben die Oberflächen der beiden Volumina eine überlappende Oberfläche. Der orangefarbene Bereich in dem Beispiel besteht aus zwei Oberflächen, die übereinanderliegen. Dies verwirrt viele 3D-Druckprogramme. Sie müssen die Überlappungen daher löschen und dem Volumen anschließen, um ein druckfähiges Modell zu erstellen. Bei komplexeren Geometrien wird Ihnen der „Boolean“ helfen, die Volumen zu verbinden und die manuelle Fehlerbehebung ersparen.

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  • Sparen Sie Topologien unter Minimierung der Polygonzahl
  • Es gibt keine Notwendigkeit die Glättung und Unterteilung zu übertreiben, es ist wichtig diese zu minimieren, um die Dateigröße zu halten. Im folgenden Beispiel wird der Surface Subdivision Modifier einmal verwendet, um einen hochwertigen Oberflächenlook zu erreichen. Es ist ebenso möglich, die Dichte dieser Unterteilungen zu reduzieren ohne zu viel der allgemeinen Information der Oberfläche zu verlieren, unter Verwendung von „Decimate“ oder „ReMesh“.

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  • Vermeiden Sie freitragende und feine Geometrien
  • Es ist wichtig, dass Sie die physischen Einschränkungen des Materials verstehen, in denen Sie den 3D-Druck planen. Sie müssen die Mindeststärken für jedes Material respektieren, sodass jeder Aspekt des Modells druckfähig und sichtbar sein wird.

    Zum Glück wird Ihnen bei Sculpteo nach dem Hochladen, Ihr Teil automatisch analysiert und Sie haben ein automatisiertes Werkzeug „Verdickung“, um Ihr Objekt druckbar zu machen. Unter dem folgenden Link finden Sie weitere Informationen zur Überprüfung Ihrer Datei für den 3D-Druck.

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3D-Modellierungswerkzeuge

Die 3D-Modellierung Werkzeuge auf Blender sind zahlreich und variieren stark. Wir stellen Ihnen die am häufigsten verwendeten Werkzeuge vor. Weitere Informationen zu allen in der Software verfügbaren Tools finden Sie im entsprechenden Wiki.

  • Insert (Taste "I"): Erstellt eine Schleife um die ausgewählten Flächen.
  • Instant extrude (Strg+Linksklick): Fügt Punkte hinzu.
  • Knife (Taste “K”): Erstellt eine Schleife zum Schneiden des Modells.
  • Bevel (Strg + B): Erzeugt eine Fase auf dem ausgewählten Teil des Modells - bedenken Sie, dass diese Abschrägungen durch den Herstellungsprozess des 3D-Drucks eine mehrschichtige Wirkung haben kann.
  • Grid Fill (Strg+F): Fügt die fehlenden Oberflächen mit einem Gitter ein - dieses Werkzeug eignet sich zum Schließen leerer Teile des Modells vor dem Druck.
  • Bridge Edge (Strg+E): Fügt fehlende Oberflächen zwischen Schleifen hinzu (dieses Werkzeug ist am effektivsten, wenn die beiden Seiten der Schleife eine gleiche Anzahl von Ecken haben) - es ist nützlich, um zwei getrennte Teile eines Netzes zu verbinden.

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Rendern von Rundungen und druckbaren Texten

Mit diesem Beispiel erstellen wir einen einfachen, unterstützten und druckbaren Text auf einer Plattform in 3D. Starten Sie mit dem Einfügen eines Textes auf einer leeren Seite.

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Standardmäßig haben Buchstaben nur eine Fläche und Sie müssen die Stärke hinzufügen. Dazu gehen Sie auf „Properties“ und wählen Sie „Extrude“ – dies ermöglicht Ihnen Ihr Objekt in die Tiefe zu ziehen. Der Parameter „Depth“ erlaubt Ihnen, die Tiefe des Textes genauer zu ändern.

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Da die Buchstaben separat sind, müssen wir einen Support mit einem „Bezier Circle“ erstellen. Wählen Sie auf der Registerkarte „BezierCurve“ die Option "2D" und spielen Sie mit der Dicke des Sockels.

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Ihre gewünschte Geometrie können Sie nun exportieren. Da Blender nur Polygone exportiert, müssen Sie das Modell in ein einzelnes Netz umwandeln, bevor Sie es korrekt exportieren können. Drücken Sie "Alt + C" und wählen Sie umwandeln sowie die Optionen Curve / Meta / Surf / Text um es zu konvertieren.

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Wiederholen Sie den Vorgang für den Textteil der Datei, so dass auch er ein Netz von Polygonen wird. Die Umwandlung in Mesh kann doppelte Ecken erzeugen, die im Ausgabe-Modus konsolidiert werden müssen. Drücken Sie "Strg + V", dann " Remove Doubles " um das Problem zu beheben - und vergessen Sie nicht, die Flächen nach außen (Strg + N) neu zu berechnen.

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Ihr Objekt kann nun für einen 3D-Druck exportiert werden.

3D Printing Modifiers: Best Practices

Bei der richtigen Anwendung kann Blender Modifiers auf ein Modell in einer interaktiven und zerstörungsfreien Weise angewendet werden. Diese Funktionalitäten werden oft als "Pile of Modifiers" bezeichnet. Der Vorteil dieser Technik besteht darin, dass diese Modifikationen das Modell nicht zerstören und die Modell-Topologie nicht modifizieren, solange Sie im Edit-Modus sind. Modifikatoren können unter dem Reiter " Modifiers " im Menü Eigenschaften (standardmäßig auf der rechten Seite der Schnittstelle) hinzugefügt werden.

Hier werden wir entdecken, wie man einen Modifikator für den 3D-Druck richtig verwendet.

Modellieren Sie eine einzelne Seite: Der Spiegel-Modifikator

Der Spiegel-Modifikator spiegelt die Geometrie eines Objekts auf einer Achse. Dieser Modifikator ist sehr verbreitet und relativ einfach zu bedienen. Allerdings gibt es ein paar Fehler, die vermieden werden sollten, wenn Sie ein 3D-Modell modellieren.

Vergewissern Sie sich immer, dass die Symmetrieachse auf der zentralen Achse des Modells liegt. Sobald diese zentrale Schleife definiert ist, überprüfen Sie "Clipping". Dadurch verhindern Sie, dass ein Teil des Modells die Grenze der zentralen Schleife überschreitet. Eine bewährte Lösung ist, den Mirror Mesh in die Liste des Modifikator an erste Stelle zu ziehen.

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Auch bei der Verwendung des Mirror Modifier ist es wichtig, alle Innenflächen zu löschen, die nach der Duplizierung eines Manifold Mesh erzeugt werden können. Wie oben beschrieben wurde, dienen diese Flächen keinem Zweck und ohne eine Stärke stellen sie ein Problem während eines 3D-Drucks dar.

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Reduzieren der Anzahl der Flächen (Reduzieren der Dateigröße): Die ReMesh- und Decimate Modifiers

  • ReMesh Modifier
  • Der ReMesh Modifier wird die Tolopie eines Netz umgestalten, ohne die allgemeine Geometrie zu ändern. Dieser Modifikator kann auf ein Netz angewendet werden, das zu viele Flächen aufweist oder zu groß und unregelmäßig ist. Dieses Problem kann auftreten, wenn Sie eine Datei aus einem anderen Programm importieren oder ein Modell dynamisch formen.

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  • Decimate Modifier
  • Auch bei der Erstellung einer kleineren und leichter exportierbaren Datei kann der Decimate modifier die Anzahl und die Dichte der Oberflächen reduzieren. Dieser Modifier berücksichtigt die Geometrie des Modells genauer, ist jedoch ungenauer mit der Topologie (verglichen mit dem ReMesh Modifier).

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Ändern der Stärke einer Oberfläche: Der Solidify Modifier

Der Solidify Modifier ändert die Stärke der Oberfläche. Der Parameter "Thickness" legt die Stärke des Objekts in Blender-Einheiten fest. Dieses Tool ist ideal für die Erstellung eines bedruckbaren Modells aus einer Reihe von Oberflächen.

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Prüfen Sie "Eventhickness", wenn Ihr Modell ausgeprägte Winkel hat. Dieser Parameter bewahrt eine einzigartige Dicke in der Geometrie Ihres Modells und vermeidet empfindliche Bereiche.

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Anhängen einer Geometrie an eine andere: Der Shrinkwrap Modifier

Der Shrinkwrap Modifier heftet eine Oberfläche an eine andere Geometrie. Wenn es zusammen mit dem Solidify Modifier verwendet wird, können Sie Kleidung oder Accessoires erstellen und dies an eine Person oder ein Objekt anhängen. Während eines 3D-Drucks ist dieser Modifikator wesentlich für die Erstellung eines Objekts, das einem anderen "steckengeblieben" ist. Um doppelte Flächen zu vermeiden, stellen Sie sicher, dass der Versatzwert im Solidify Modifier "0" ist.

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Korrigieren von Multishell-Geometrien und Auto-Intersections: Der Boolean Modifier

Mit dem Boolean Modifier kann eine Verknüpfung zwischen zwei Volumen erstellt werden, ohne sie zu zerstören. Diese Funktionalität eignet sich ideal für die Erzeugung eines Aushöhlungslochs des Objekts oder zum Löschen von Schnittflächen von Flächen (die beim Drucken Probleme verursachen können).

Unten haben wir zum Beispiel eine Boolean Operation im Modus "Union" verwendet, um den Schnitt der Oberflächen zu entfernen.

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Fallstudie: Erstellen eines Katzenkopfes

Um die Modifikatoren zu nutzen, werden wir den Kopf einer Katze kreieren, während wir so wenig Material wie möglich verwenden. Wir werden den Kopf aushöhlen, indem wir zwei Löcher hinzufügen, die als Aulass für das überschüssige Pulver im Modell dienen werden. Diese Materialreduzierung ist nur für SLS und andere Formen des Pulverschichtdrucks relevant.

Erstellen Sie zunächst eine auf der Z- und Y-Achse zentrierte Kugel.

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Aktivieren Sie im Modus 'Edit' Proportionen und verschieben Sie die Scheitelpunkte, um ein Volumen zu erstellen.

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Dann fügen Sie im Modus "Objekt" eine Ebene hinzu, auf der Sie die Details des Kopfes erstellen. Die folgenden Modifiers sind erforderlich, um eine geometrische Korrektur für den 3D-Druck zu erstellen.

  • Mirror Modifier - dupliziert die Geometrie auf der X-Achse.
  • Subsurf Modifier - glättet das Objekt vor dem Shrinkwrap.
  • Shrinkwrap Modifier - aktivieren Sie auf der Kugel einen Bereich, um die Geometrien anzuhaften. Verwenden Sie den Modus "Projekt" und überprüfen Sie die Option "Negative", um die Form des Objekts zu projizieren.
  • Solidify Modifier - erstellt aus Geometrien ein Volumen. Hierzu muss der „Offset“ auf 0 gesetzt werden, so dass die Dicke mit dem Kopf verbunden ist.
  • Subsurf Modifier - gibt eine zweite Schicht zur Glättung.

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Mit einfachen Extrusionstechniken werden Sie in der Lage sein, verschiedene Details des Gesichts zu modellieren. Die Sammlung von Modifiers ermöglicht es Ihnen, ein einzigartiges Volumen mit einer einfachen Stärke zu erstellen.

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Durch das Hinzufügen des Solidify Modifier wird dem Objekt die Dicke geben. In diesem Beispiel haben wir eine Stärke von 0,12 cm für einen Kopf, der 2 cm groß ist gewählt. Der "Subsurf Modifier" wird nach dem Solidify Modifier verwendet, sodass er die Ohren des Modells nicht verformt.

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Um ein ausgehöhltes Loch hinzuzufügen, fügen Sie zuerst einen Zylinder an der Stelle ein, wo Sie ein Loch möchten. Durch das Hinzufügen eines Boolean Modifier im Modul 'Difference' wird ein Loch erzeugt.

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Platzieren Sie den Zylinder mit der Tastenkombination 'M' an einer anderen Position..

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Ihr Objekt ist bereit, für den 3D-Druck exportiert zu werden.

Analyse und Export der 3D-Datei

Importieren in Blender

Oft können Sie bei der Vorbereitung einer Datei für den 3D-Druck mehrere 3D-Modellierungsprogramme verwenden. Es ist üblich, die Basis der Datei in einem anderen Programm zu erstellen und es dann in Blender zu importieren, um weitere Details hinzuzufügen, die für einen 3D-Druck erforderlich sind.

Standardmäßig importieren

Blender unterstützt die folgenden Dateitypen für den Import:

Dateien mit Textur und Gitter:

  • .dae (Collada)
  • .obj (wavefront)
  • .fbx (Autodesk FBX)
  • .x3d/Wrl (x3D Extensible 3D )

Dateien mit Gitterinformationen:

  • .stl (Stereolythography)
  • .3ds (3d studio)
  • .ply (Stanford)
  • Fichiers 2d Vectoriels
  • .svg (ScalableVector Graphics)

Hinweis: eine .svg Datei kann auf die gleiche Weise verwendet werden, wie im Abschnitt Text und Kurven beschrieben.

Fügen Sie importierbare Dateitypen mit Addons hinzu

Es ist möglich, mehrere importierbare Dateitypen (wie zum Beispiel .directX, .lwo oder .dxf) hinzuzufügen, indem einige Addons verwendet werden.

Um die Addons zu aktivieren, öffnen Sie die Benutzereinstellungen (Strg + Alt + U) und wählen Sie die Registerkarte Addons. Klicken Sie auf Import-Export und wählen Sie die Addons, die Sie aktivieren möchten.

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Importieren mit Blender

Beispiel mit einer .stl-Datei:

  • Gehen Sie auf File / Import / .stl
  • Wählen Sie die Datei von Ihrem Computer aus
  • Die Datei wird nun in Blender importiert

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Dateien, die in anderen Programmen erstellt wurden, haben oft nicht die richtige Skalierung. In diesem Beispiel musste die Datei auf eine Proportionalität von 0,1 skaliert werden.

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Tools zur Überprüfung

MeshAnalysis

MeshAnalysis wird verwendet, um Probleme mit dem Gitter anzuzeigen. Dieses Tool funktioniert nur im Bearbeitungsmodus und zeigt die Probleme in einem Bereich von blau (für niedrigere Werte) bis rot (für höhere Werte). Sollten Probleme im Modell sein, ist es wichtig, alle farbigen Flächen zu korrigieren - die nicht zu fixierenden Oberflächen werden nicht hervorgehoben und grau dargestellt. Dieses Werkzeug finden Sie in den Eigenschaften der 3D-Ansicht (durch Klicken auf 'N'). Seien Sie vorsichtig mit Modellen mit hohen Polygonzählungen, da die Maschenanalyse länger dauern wird, um sie zu verarbeiten.

  • Überhänge
  • Dieser Anzeigemodus zeigt den Überhang entsprechend zu der Achse der Basis an. In diesem Beispiel gibt es keine Korrekturen zu machen. Dieses Werkzeug ist sehr nützlich, um die Basis eines Druckes zu definieren.

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  • Schnittpunkte
  • Dieser Modus zeigt Schnittpunkte der Flächen an.

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  • Stärke
  • Dieser Modus kann die Teile Ihres Modells anzeigen, die dünner als eine definierte Dicke sind.

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  • Verzerrung
  • Zeigt die unregelmäßigen Quads oder Ngons-Oberflächen (Oberflächen mit mehr als vier Kanten) an, die zu einer problematischen Umwandlung in Dreiecke führen.

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  • Scharfe Kanten
  • Zeigt die Kanten an, die zu dünn sind (ähnlich der Stärke).

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PrintTool Box Addon

Um zu erfahren, wie man Addon aktiviert, gehen Sie einen Abschnitt zurück.

Sie aktivieren das Addon durch Klicken von 'T' auf dem 3D-Viewer. Dieses Addon bietet einige zusätzliche Features, die nicht in MeshAnalysis enthalten sind. Es hat den Vorteil direkt die Bereiche auszuwählen, die problematisch sind und feinere Analysewerkzeuge besitzen. Dieses Werkzeug hat auch den Vorteil, im Drahtmodellmodus mit aktivierten Modifier zu arbeiten. Im Bearbeitungsmodus geben Sie einfach die gewünschten Einstellungen ein und klicken Sie auf Check All. Das Tool erkennt Probleme und macht einen allgemeinen Fehlerbericht.

Beispiel: Für Teile eines menschlichen Charakters, das PrintTool-Box-Add-on wählt alle Teile des Modelles aus, die repariert werden müssen.

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  • Volume: berechnet das Volumen des Modells
  • Area: berechnet die Oberfläche des Modells
  • Solid: gibt an, ob das Modell mehrere Flächen hat und ob die Flächen in die richtige Richtung ausgerichtet sind. Es gibt Ihnen auch die Möglichkeit, diese automatisch auszuwählen und deaktivieren
  • Intersections: zeigt überlappende Oberflächen an
  • Degenerate: zeigt die Flächen, die keine Größe haben und ein Problem für einige Programme darstellen können
  • Distorted: zeigt die identitätslose Ebenen
  • Thickness: zeigt die Stellen, an denen die Stärke niedriger als ein definierter Wert ist
  • Edge Sharp: zeigt die zu scharfen Kanten
  • Overhang: zeigt die Flächen, für die der Winkel im Vergleich zu der Basis kleiner als ein vorbestimmter Wert ist
  • Check All: überprüft alle oben genannten Parameter
  • Isolated: löscht die Eckpunkte ohne Volumen
  • Distorted: Löscht die identitätslosen Ebenen
  • Scale to Volume: Modifiziert den Maßstab eines Objekts gemäß einem definierten Volumen
  • Scale to Bounds: Modifiziert den Maßstab des Modells nach einer maximalen Länge
  • Export Path: Exportiert nur den ausgewählten Bereich. Mit den beiden Schaltflächen können Sie das Gitter zum Export hinzufügen und die Texturinformationen des Modells für mehrfarbige 3D-Drucke

Die Verwendung dieser Werkzeuge kann potenzielle Probleme für den 3D-Druck erkennen.

Exportieren für den 3D-Druck

Export für einen einfarbigen 3D-Druck

Das häufigste Format für ein druckfähiges einfarbiges 3D-Modell ist .stl (STereoLithography).

Um ein .stl zu exportieren, gehen Sie auf File/ Export / .stl

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Wählen Sie den Zielordner aus und aktivieren Sie die Kontrollkästchen des Modifiers, die Sie verwenden möchten. Benennen Sie die Datei und exportieren Sie die Datei.

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Export für einen mehrfarbigen 3D-Druck

  • .obj Datei
  • Das gebräuchlichste Format für ein druckfähiges mehrfarbiges 3D-Modell ist .obj, da es sowohl die Geometrie als auch die Texturen enthält. Die Stelle der Texturen auf dem Modell sind in einer .mtl-Datei definiert (die beim Export automatisch erstellt wird).

    Damit die mehrfarbigen Informationen interpretiert werden können, muss eine Bilddatei mit der Datei aufgenommen werden, die als Textur des 3D-Modells verwendet wird.

    Um ein .obj zu exportieren, gehen Sie auf File/ Export / Wavefront (.obj)

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    Wählen Sie in den Exportoptionen "selection only" und wählen Sie "Kopieren". Dadurch wird sichergestellt, dass alle Dateien, die Sie für einen erfolgreichen mehrfarbigen 3D-Druck benötigen, in den von Ihnen erstellten Speicherort aufgenommen werden. Benennen Sie die Datei und exportieren Sie die Datei als .obj.

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  • .dae Dateiformat
  • Das Collada-Format kann eine gute Alternative zu .obj sein, wenn Sie Probleme beim Export haben. Mit .dae-Dateien, die UV-Mapping-Textur und Material Geometrie Informationen in einer Datei enthalten. Wie für .obj-Dateien, sind Texturdateien erforderlich und sie müssen mit der dae-Datei gezippt werden. Der Unterschied besteht darin, dass keine .mtl-Datei hinzugefügt werden muss.

    Zum Export in .dae wählen Sie das Modell, das Sie exportieren möchten und gehen Sie auf File / Export / Collada.

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    Wählen Sie in den Exportoptionen "selection only" und wählen Sie "Kopieren". Dadurch wird sichergestellt, dass alle Dateien, die Sie für einen erfolgreichen mehrfarbigen 3D-Druck benötigen, in den von Ihnen erstellten Speicherort aufgenommen werden. Benennen Sie die Datei und exportieren Sie die Datei als Collada.

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Die häufigsten Fehler beheben

Die Folgenden sind allgemeine Reparaturwerkzeuge von Blender. Einige Reparaturen müssen noch überprüft oder manuell durchgeführt werden.

Double Verticies

Benutzen Sie im Bearbeitungsmodus die Tastenkombination Strg + V und wählen Sie " remove doubles". Diese Aktion entfernt unbeabsichtigte Doppelpunkte, die während eines 3D-Drucks Probleme verursachen können.

Inverted Faces

Durch die Tastenkombination Strg + N im Bearbeitungsmodus wird diese Aktion die ausgewählten Flächen nach außen neu berechnen, so dass die 3D-Drucksoftware das Volumen des Objekts erkennt.

Non Manifold Meshes

Um die Kanten des nicht verteilten Netzes auszuwählen, verwenden Sie im Bearbeitungsmodus die Option Addon Print Tool Box oder Select No manifold.

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Beim Drücken von „F“ werden die leeren Teile automatisch ausgefüllt. Warnung: Dieser Modus erzeugt Ngons (Oberflächen mit mehr als vier Ecken).

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Es ist möglich, die Funktion GridFill zu verwenden, wobei der Vakuumteil durch eine gerade Anzahl von Ecken gebildet wird.

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Non-Planar Faces

Die unebenen Flächen sind im allgemeinen Quads (Flächen mit vier Kanten) oder Ngons (Flächen mit mehr als vier Kanten), die zu viele Innenwinkel haben. Diese Oberflächen werden oft von der Drucksoftware als nicht bedruckbar angesehen. Verwenden Sie das Add-on "3D printtoolbox", um die "Verzerrten" Oberflächen auszuwählen. Verwenden Sie dann im Bearbeitungsmodus im Kopf des 3D-Viewers Mesh / Clean up / Split non-planar faces. Blender erzeugt Dreiecke statt Quads. Bitte beachten Sie, dass diese Aktion irreversibel ist und die Topologie von Quads ändert.

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Isolated Vertices and Faces

Isolierte Scheitel und Oberflächen sollten aus dem Modell entfernt werden. Dies sind oft vergessene Reste eines Modells, die nicht beendet wurden. Sie müssen gelöscht werden, da es sich um volumenlose Teile des Modells handelt, die nicht druckbar sind. Um die isolierten Teile auf dem Netz zu entfernen, verwenden Sie das Add-on 3D PrintToolBox, klicken Sie auf die Schaltfläche "Isolate" im Bereich "Cleanup".

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Acute Angles

Scharfe Biegungen sind beim 3D-Druck problematisch, da sie zu dünne Teile erzeugen, um diese zu drucken. Nachdem Sie im Bearbeitungsmodus einen spitzen Winkel gefunden haben, können Sie mit dem Addon 3D PrintToolBox die Problemstelle auswählen. Verwenden Sie dann das "Smooth" -Tool im Special-Menü (Shortcut W).

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Fine Parts

Ist ein Teil zu dünn, um gedruckt zu werden, können Sie die allgemeine Größe des Objekts verdicken, um die Problemzone zu verdicken.

Möchten Sie zu dünne Stelle verdicken, haben Sie einige Lösungen. In der Regel erzielt eine Skala entlang des normalen proportionalen Bearbeitungsmodus das gewünschte Ergebnis.

Hier ist ein Beispiel für eine Hand mit Fingern, die zu dünn sind zum drucken.

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Es ist ebenso möglich, die zu dünnen Teile an einer dickeren Geometrie „festzukleben“. Sie müssen die Geometrien so miteinander verflechten, dass sie keine überlagerten Flächen erzeugen.

Beispiel einer Hand, die an einem Körper festhält.

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